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Modische Mütter

Bevor ich eine Mutter wurde, war Mode ein großer Teil meiner Identität. Mein Kleiderschrank war prall gefüllt mit den neuesten Modetrends. Ich liebte es, shoppen zu gehen und mich für meinen Mann herzurichten, wenn wir abends ausgingen. Auch meine Freundinnen nahmen mich gern zu ihren Einkaufstouren mit, um sich von mir beraten zu lassen.
Das alles hatte sich etwas verschoben als ich schwanger wurde. Mein Körper veränderte sich, sah anders aus. Es bewegte sich anders, und ich trug Kleidung anders. Taillierte Kleider kamen nicht mehr in Frage, genau wie viele andere meiner Lieblingsteile. Ich war sehr deprimiert. Aber es half ja alles nichts. Ich musste einfach meinen Stil an meine neue Körperform, die sich mit den Monaten immer weiter veränderte, anpassen. Ich wusste ja, dass dieser Zustand temporär war und ich hoffte, nach der Entbindung schnell wieder meine geliebten Teile tragen zu können.
Nach 9 Monaten war mein Bauch größer als alles, was ich mir je hätte vorstellen können. Und dann war mein Baby da und die ersten Tage verbrachten wir beide mit schlafen und essen. Zu viel mehr war ich kaum imstande. Mein Modestil interessierte mich nicht. Dann kam ein Jahr des Stillens. Und jetzt lag der Fokus beim Kauf meiner Kleidung darauf, dass sie möglichst bequem und praktisch war. Und vor allem praktisch zum Stillen. Nie hätte ich mir vorstellen können, dass sich meine Bedürfnisse und meine Einstellung durch ein Kind so verändern könnten.
Ihr werdet sicher nicht überrascht sein, wenn ich euch erzähle, dass ich auch nachdem mein Kind ein Jahr alt war, nicht zurück in meine taillierten Kleidchen gegangen bin. Auch als Mutter eines Kleinkindes mag man es bequem. Ein Etuikleid ist alles andere als praktisch, wenn man ständig hinter einem kleinen Kind herlaufen und es davon abhalten muss, die Wohnung auseinander zu nehmen.
Trotzdem wollte ich mich wieder als Frau fühlen und nicht nur als Mutter. Ich wollte für meinen Mann attraktiv sein. Ich wollte eine stylische Mutter sein. Und bequeme Kleidung schließt nicht aus, dass man modisch gekleidet ist. Im Winter trug ich einfach schöne und sexy Leggings und darüber einen weiten Pulli im Boyfriend Style. Das sah gut aus und bot mir trotzdem viel Bewegungsfreiheit im Alltag. Und meine neue Lieblingsjacke wurde mein Woolrich Arctic Parka. Der hielt schön warm und sah einfach gut aus.
Ansonsten habe ich einige Tricks, wie ich mich mit kleinen Dingen und wenig Aufwand, mich sofort besser gestylt fühle.

1. Ich setze gezielt kleine Highlights, um mich glamourös zu fühlen. In letzter Zeit war es ein roter Lippenstift und ein wenig Mascara. Diese beiden kleinen Dinge geben mir das Gefühl, dass ich auf mich Acht gebe und mich nicht gehen lasse. Außerdem dauert es weniger als eine Minute, beides aufzulegen.

2. Ich setze mit meiner Garderobe kleine Highlights. Im Laufe der Zeit habe ich es zu einem Projekt gemacht, Einzelstücke zu sammeln, die meinem Outfit ein Highlight geben und die mich gut fühlen lassen. Und es kostet mich nicht viel Geld oder wertvolle Zeit. Außergewöhnliche Schuhe, Riesen-Ohrringe, eine besondere Handtasche, eine übergroße Sonnenbrille, ein einzigartiges Seidentuch oder eine glamouröse Felljacke (natürlich nicht aus echtem Fell) können ein Outfit im Nu in ein stylisches Gesamtkonzept verwandeln.

3. Ich investiere in gute Jeans. Eine gute Jeans ist wesentlich für den Kleiderschrank einer Mutter. Gönnt euch eine Handvoll Jeans, die bequem sind und die euch sexy fühlen lassen.

4. Ich folge dem Grundsatz "weniger ist mehr". Ich habe nur Dinge in meinem Kleiderschrank, die ich liebe, auch wenn es bedeutet, dass ich einen deutlich reduzierten Kleiderschrank habe. Was nützen all die Kleidchen in meinem Kleiderschrank, wenn ich sie doch nicht tragen kann. Dafür freue ich mich jedes Mal, wenn ich den Kleiderschrank öffne und nur Dinge sehe, die ich mag, wie meinen neuen Arctic Parka von Woolrich.
Durch die Reduzierung meiner Garderobe auf weniger Artikel fällt es mir auch viel leichter, morgens zu entscheiden, was ich an diesem Tag tragen möchte.

Natürlich kann es jede Mutter halten, wie sie es mag. Mir helfen diese vielen kleinen Maßnahmen, um mich wieder als Frau zu fühlen. In den Wirren des Lebens als Mutter können selbst kleine Akte der Selbstpflege eine Bestätigung der eigenen Identität sein. Es geht gar nicht immer nur darum, modisch gekleidet zu sein. Auf sich selbst zu achten, sich zu pflegen, um sich schön zu finden, ist wichtig, um sich innerhalb der Mutterrolle nicht zu verlieren.
Ich bemerke auch, dass mein Mann mich seit der Einführung dieser kleinen Rituale mich wieder anders betrachtet. Er sieht mich wieder als Frau und nicht nur als die Mutter unseres Kindes. Ich habe viel mit ihm darüber gesprochen, dass dieses Gefühl für mich wichtig ist. Wir haben nun auch einige Rituale eingeführt. Zum Beispiel gehen mein Mann und einmal im Monat zusammen shoppen. Das muss nichts Großes sein. Es kann eine neue Mütze, ein neues T-Shirt oder auch Unterwäsche sein. Meine letzte Errungenschaft war der bereits erwähnte Woolrich Arctic Parka. Mit dem fühle ich mich immer modisch gekleidet, wenn ich aus dem Haus gehe.

12.9.16 21:58, kommentieren

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Reisen mit Kindern: Warum ihr es tun solltet

Mit Kindern zu reisen, lohnt sich. Es ist etwas Besonderes. Es wird nicht die gleiche Art zu Reisen sein, wie ihr es kanntet, bevor ihr Kinder hattet. Es wird viel von auch abverlangen. Ihr müsst die ganze Zeit aufmerksam und achtsam sein. Ihr müsst gut planen. Und ihr müsste eine Engelsgeduld haben.Aber es zahlt sich aus. Es ist großartig. Ich liebte es unterwegs zu sein, als ich Single war. Ich liebte es, mit meinem Partner unterwegs zu sein, kurz nachdem wir verheiratet waren. Aber ich liebe es jetzt, dass wir Kinder haben. Es ist eine ganz andere Erfahrung. Ihr könnt ein Glas Wasser trinken. Ihr könnt in den Ozean tauchen. Beide beinhalten Wasser, sind aber völlig anders.Es gibt noch etwas Anderes, das sich ändert. Ihr lernt eine andere Seite des lokalen Lebens kennen. Ihr teilt etwas mit den Einheimischen, dass andere Reisende nicht tun. Selbst der abgestumpfte Taxifahrer wird aufblühen, wenn er eure Kinder sieht. Er wird über seine eigenen Kinder reden und wo er lebt und wie im vergangenen Jahr seine ganze Familie den Zug in den Norden nahm, in die Berge, in ein kleines Dorf, wo seine Mutter noch lebt.Das könnt ihr mir glauben. Ich habe Beides erlebt. Es gibt nichts, was diese jungen Rucksacktouristen tun können, um zu erfahren, was wir erlebt haben. Was unsere Kinder erleben. Seid nicht welche jener Menschen, die am Ende ihres Lebens wünschen, dass sie dies getan hätten. Wartet nicht bis dahin und bedauert, dass ihr nicht etwas so Besonderes und Einzigartiges mit euren Kindern getan hättet, als ihr es noch konntet.Doch bedenkt dabei, dass ihr mit Kindern nicht einfach losreisen könnt. Besonders dann nicht, wenn ihr ein exotisches Land ansteuert. Ihr müsst planen und gut auf alle Eventualitäten vorbereitet sein. Und bereitet eure Kinder gut auf die Reise vor. Zeigt ihnen Bilder vom Reiseziel und erklärt ihnen, dass die Kultur dort anders ist als zu Hause. Und dann seid mutig und tut es einfach!

10.9.16 10:21, kommentieren